„München verdient einen Palast des Dokumentarfilms.“ Festivalleiter Daniel Sponsel war während der Preisverleihung letzten Samstag angesichts der gelungenen, die bisherigen Dimensionen des DOK.fests sprengenden Eröffnung und des mit weit über 30.000 auf 10 Tage verteilten Besuchern bisher erfolgreichsten 30. Durchgangs euphorisch gestimmt. Die Preisträger stehen fest und die Jurys waren gehalten, lobende Erwähnungen zu minimieren (nicht alle hielten sich daran). So diskutierte die Jury der DOK.deutsch-Reihe nach eigenen Aussagen täglich bis nachts um drei an der Isar, bevor sie sich auf den Gewinner „Aus dem Abseits“ von Simon Brückner einigen konnten. Ungewöhnlich eindeutig fiel die Entscheidung in der Reihe DOK.horizonte für „Ce qu’il reste de la Folie“von Joris Lachaise: „Ich war ja schon Mitglied in mehreren Dutzend Jurys, doch dies war das erste Mal, dass es keine Diskussion über den Gewinner gab“, sagte Jurymitglied Dr. Andreas Ströhl, ehemaliger Leiter des Filmfest München, bei der Preisverleihung.
Filmemacherin Hanna Polak, Gewinnerin DOK.international mit „Something better to come“, bedankte sich für ihren VICTOR per Video-Aufnahme, da sie für ihren Film zeitgleich in ihrem Heimatland beim Planete Dok Film Festival Warschau ebenfalls den Hauptpreis entgegennahm: „Die Vorführung am Freitagabend im Filmmuseum gehörte zu den besten, die ich erlebt habe. Niemand stand nach dem Screening auf – alle Zuschauer blieben zum Q&A.“